Fördertöpfe

Förderungen für digitale Werbung: Wo KMU in Österreich Anträge stellen

Das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 ist laut kmudigital.at vollständig ausgeschöpft; eine Antragstellung für Beratungs- und Umsetzungsförderung ist nicht mehr möglich.

KMU.DIGITAL ist ausgeschöpft: keine Anträge für digitale Werbung mehr

Das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 ist laut kmudigital.at vollständig ausgeschöpft; eine Antragstellung für Beratungs- und Umsetzungsförderung ist nicht mehr möglich. Dieselbe Seite hält fest, dass das Programm wegen der aktuellen Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt ab 2027 nicht fortgeführt wird. Das Beratungsunternehmen zenitblau.at schreibt in seinem Förderüberblick, der Fördertopf sei bereits seit August 2026 ausgeschöpft gewesen; die WKO habe am 18.9.2026 per E-Mail mitgeteilt, dass die Förderung nicht neu aufgelegt wird.

Für Betriebe heißt das konkret: Wer Online-Marketing, Social Media oder einen Onlineshop über KMU.DIGITAL finanzieren wollte, kann keinen Antrag mehr einreichen – auch nicht in einer erwarteten Neuauflage. Wer das Projekt auf eine spätere Runde verschiebt, verliert Zeit ohne Gegenwert. Planen Sie stattdessen mit den Programmen, die laut den vorliegenden Quellen weiterlaufen – Wien Digital, go-international und die Programme der WKO Oberösterreich –, oder verschieben Sie das Vorhaben in einen Zeitraum, in dem die Finanzierung anderweitig gesichert ist.

Welche digitale Werbung Förderprogramme tatsächlich abdecken

Welche Inhalte solche Programme fördern, zeigt das Beispiel KMU.DIGITAL. Laut digitalaustria.gv.at finanzierte das Grundprogramm die individuelle Unternehmensberatung durch zertifizierte Expertinnen und Experten zu Geschäftsmodellen und Prozessen, E-Commerce, Online Marketing und Social Media, IT- und Cybersecurity sowie digitaler Verwaltung; Status- und Potenzialanalysen und Strategieberatungen waren inkludiert. zenitblau.at nennt denselben Fördergegenstand Beratungen, Strategieentwicklung und Umsetzung von Online-Marketing- und E-Commerce-Projekten – ausdrücklich inklusive Bewerbung sowie Erstellung und Optimierung von Onlineshops – sowie digitale Markterschließung.

Typisch ist ein dreistufiger Aufbau, den zenitblau.at für KMU.DIGITAL beschreibt: Statuserhebung, Beratung und Umsetzung; die Module waren unterschiedlich hoch dotiert, die Förderung wurde auf sie aufgeteilt. digitalaustria.gv.at nennt für das Grundprogramm maximal 3.000 Euro pro Unternehmen und für die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten über aktivierungspflichtige Neuinvestitionen maximal 6.000 Euro; für 2024 bis 2026 war ein Budget von 35 Millionen Euro vorgesehen. Da sich die Angaben zu Modulaufteilung und Förderhöhe je nach Quelle unterscheiden, prüfen Sie bei jedem offenen Programm die aktuelle Förderrichtlinie, bevor Sie Kosten binden.

In den vorliegenden Auszügen sind Förderungen an konkrete Projektbestandteile geknüpft, nicht an ein frei verfügbares Werbebudget. Wer Anzeigen schalten will, sollte vorab klären, welcher Ausgabenanteil in der jeweiligen Richtlinie genannt ist: Für KMU.DIGITAL sind in den Quellen Beratungs-, Konzeptions- und Umsetzungsleistungen durch zertifizierte Stellen sowie aktivierungspflichtige Neuinvestitionen dokumentiert; für Wien Digital, go-international und DIGITAL.PLUS 26 enthalten die vorliegenden Auszüge keine Angaben zu den förderfähigen Bestandteilen – klären Sie diese in der jeweiligen Richtlinie. Kalkulieren Sie getrennt: Honorar für Strategie und Konzeption, Kosten für die technische Umsetzung von Shop oder Website, laufende Kosten für Tools und Lizenzen sowie das reine Media-Budget für die Ausspielung – einen Zuschuss gibt es nur für die förderfähigen Positionen.

Förderquoten und Budgets für digitale Werbung in Österreich (2024–2026)

  • 4.0Gesamtbudget KMU.DIGITAL — 35 Mio. €
  • 3.000€Max. Beratungsförderung (KMU.DIGITAL)
  • 6.000€Max. Umsetzungsförderung (KMU.DIGITAL)
  • 7.500€Max. Förderung go-international (pro Einreichung)
  • 50.000€Max. Förderung Wien Digital
  • 750€Max. Förderung ERFOLGPLUS OÖ

Bundesweit einreichen: Digital-Marketing Scheck von go-international

Laut wko.at beraten die go-international Ansprechpersonen in den Wirtschaftskammern umfassend zum Förderprogramm; anschließend wird der Antrag über das Förderkonto gestellt. Der Digital-Marketing Scheck wird in der Übersicht von zenitblau.at mit bis zu 3 × 7.500 Euro für den Markteintritt genannt. Der erste Schritt ist daher kein Formular, sondern ein Beratungsgespräch bei der go-international Ansprechperson Ihrer Wirtschaftskammer; dort werden die für Ihr Vorhaben geltenden Bedingungen geklärt: Zielmärkte, förderbare Maßnahmen und Höhe pro Einreichung.

Wien Digital: bis zu 50.000 € für Online-Marketing und E-Commerce

zenitblau.at nennt Wien Digital als offenes und für Online-Marketing und E-Commerce relevantes Programm mit bis zu 50.000 Euro Förderung (Stand 2026). Das kann auch für größere Vorhaben relevant sein, etwa einen umfassenden Shop-Aufbau oder eine mehrstufige Online-Marketing-Kampagne. Die Quellen enthalten keine Angaben zu Voraussetzungen, förderbaren Kostenanteilen oder Einreichfristen – klären Sie diese Punkte direkt auf der offiziellen Programmseite von Wien Digital, bevor Sie eine Agentur beauftragen oder Kosten binden.

Oberösterreich: DIGITAL.PLUS 26 und ERFOLGPLUS der WKO OÖ

Für WK-Mitglieder in Oberösterreich unterstützen die WKO Oberösterreich und das Land OÖ laut wko.at mit dem Förderprogramm DIGITAL.PLUS 26 KMU bei Digitalisierungsprojekten; angesprochen sind ausschließlich Mitglieder der Wirtschaftskammer. Für Ein-Personen-Unternehmen und KMU in Oberösterreich nennt zenitblau.at zudem ERFOLGPLUS mit bis zu 750 Euro, beantragbar ab 1.2.2026. Als Fördergegenstand nennt zenitblau.at Digitalisierungsvorhaben aus Konzeption und Umsetzung sowie digitale Markterschließung.

Prüfen Sie in Oberösterreich daher zuerst, ob Ihr Vorhaben als Digitalisierungsprojekt im Sinne dieser Programme gilt – dann sind sowohl die Konzeptions- als auch die Umsetzungsphase ansprechbar – und ob Sie die Mitgliedschaftsvoraussetzung erfüllen.

Antrag stellen: Beratung, Förderkonto und Fristen im Blick

Status zuerst prüfen: Klären Sie vor jeder Projektplanung, ob das ins Auge gefasste Programm noch offen ist. KMU.DIGITAL ist laut kmudigital.at ausgeschöpft und wird ab 2027 nicht fortgeführt; zenitblau.at nennt als weiterlaufende Optionen für Online-Marketing und E-Commerce Wien Digital und go-international. Wer mit einem geschlossenen Topf kalkuliert, trägt die gesamten Projektkosten selbst.

Förderfähigkeit und Budget abgleichen: Vergleichen Sie die Kostenpositionen Ihres Vorhabens mit den in der Richtlinie genannten förderbaren Bestandteilen – typischerweise Beratung, Status- und Potenzialanalyse, Strategieberatung sowie Umsetzung, bei Neuinvestitionen mit eigener Höchstgrenze (bei KMU.DIGITAL maximal 3.000 Euro für die Beratung und maximal 6.000 Euro für die Umsetzung über aktivierungspflichtige Neuinvestitionen laut digitalaustria.gv.at). Legen Sie danach fest, welcher Teil des Projekts gefördert werden soll und welcher aus Eigenmitteln läuft.

Beratungstermin vereinbaren: Der Antragsweg führt bei go-international laut wko.at zuerst zu den go-international Ansprechpersonen in den Wirtschaftskammern, danach zur Einreichung über das Förderkonto. Vereinbaren Sie diesen Termin, bevor Sie Angebote von Dienstleistern unterschreiben.

Zertifizierte Beraterinnen und Berater einbinden: Programme wie KMU.DIGITAL förderten ausdrücklich Beratungsleistungen durch zertifizierte Expertinnen und Experten (digitalaustria.gv.at). Achten Sie darauf, dass Ihr Dienstleister eine entsprechende Zertifizierung ausweist – Beratungsunternehmen werben mit Zertifizierungen etwa als E-Commerce- und Social-Media-Berater (zenitblau.at) – und dass dieselbe Stelle auch die Einreichung begleitet.

Online einreichen und Fristen prüfen: Die Einreichung erfolgt über das jeweilige Portal – bei go-international über das Förderkonto (wko.at), bei KMU.DIGITAL online (digitalaustria.gv.at) beziehungsweise über den AWS-Fördermanager (transparenzportal.gv.at). Für 2026 sind in den vorliegenden Quellen keine offenen Einreichfristen dokumentiert; klären Sie die Fristen Ihres Programms auf der offiziellen Programmseite, bevor Sie Kosten binden. Bei KMU.DIGITAL waren Beratungsförderungen ab Mitte Jänner 2026 und Umsetzungsförderungen ab dem zweiten Quartal 2026 beantragbar (zenitblau.at) – solche Staffelungen zwischen Konzeption und Umsetzung sind auch bei anderen Programmen üblich.

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